Ja, mal ein deutscher Titel, naemlich der Rauch-Haus-Song von Ton Steine Scherben.
Seit heute habe ich im MediaMarkt in Dietzenbach Hausverbot. Fuer alle nicht-Zeugen eine kleine Zusammenfassung:
Gestern abend wollte Kahtrin [Orthographie von der Redaktion geaendert] sich im MediaMarkt Dietzenbach eine DVD kaufen. Leider war es schon 19:50, ergo 10 Minuten vor Ladenschluss. Ein Mitarbeiter gestikulierte schon und versuchte damit deutlich zu machen, dass ein Einkauf wohl nicht mehr moeglich sei. Ich – zugegebenermassen a) schlecht angezogen, weil auf der Baustelle und b) etwas frech – photographierte die auf dem herabkommenden Rolladen des MediaMarktes und Kahtrins Uhr auf einem Bild. Aus diesem konnte man erkennen, dass sie ganz offensichtlich bereits zu frueh geschlossen hatten.
Nachdem Kahtrin noch mit einem der netten (Verhalten von der Redaktion geaendert…) Securitymenschen diskutiert hatte und ich bereits mein Handy zwecks Photo gezueckt habe, sagte der andere: „Ja, mach’ noch das Photo und dann ab.“; gesagt, getan. Der andere meinte, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehe, und sagte zu mir: „Du loeschst jetzt sofort das Photo!“ Ich: „Wieso?“ Er: „Es ist verboten, hier zu photographieren“ und hielt mich am Aermel meines Pullovers fest (es stand „PHILIPPINES“ darauf. Wenn ich einer von diesen opfermaessigen Auslaendern waere, wuerde ich ihm wohl noch Rassismus vorwerfen).
Ich gab ihm, freundlich aber bestimmt, zu verstehen, dass er mich loslassen moege; natuerlich folgte er dieser Aufforderung nicht. Stattdessen zerrte er mich mit rein, um die Situation „zu klaeren“.
Im Laden fragte ich dann, wo den die Hausordnung zu finden sei, zumal ja, was ich ihm auch sagte, „man das getrost nach Hause tragen koenne, was man schwarz auf weiss besitze“ (wer ausser Matthias kennts?!?)
Offensichtlich von diesem Zitat nicht begeistert, sagte er zur Mitarbeiterin an der Information, sie moege den Aufsteller wieder rausholen. Er wies dann auf einen anderen Aufsteller und sagte: „Da stehts doch!“
Auf jenem Stand aber nichts von einem Photographierverbot, sondern das Diebstahl verboten sei. (Aha!)
Sie darauf: „Ja, aber das steht auch in der Hausordnung, und es ist halt verboten.“
Ich loeschte also die Bilder vom Handy, er liess los, und ich belehrte ihn:
„1) Ich wuensche nicht, von Ihnen geduzt zu werden,
und 2) Ich wuenschen noch viel weniger, am Arm festgehalten zu werden“
Ausserdem schob ich noch einen Hinweis hinterher, er moege sich doch bitte um seine Umgangsformen bemuehen.
Soviel zur ersten Episode. Heute war ich wieder da, allerdings normal gekleidet und nicht im – sagen wir – Freizeitlook.
Heute sind wir wieder hingefahren, es war aber 19:45 Uhr. Ich ging auf ihn zu (ja, wieder der gleiche) und sagte: „Guten Abend! Ist der Geschaeftsfuehrer zu sprechen?“ Er: „Wieso?“ Ich: „Das wuerde ich gerne mit besprechen“ Er: „Ja, was ist denn?“ Ich: „Ich wuerde mich gerne ueber einen Mitarbeiter beschweren.“ Er: „Weisst Du was, Du hast jetzt Hausverbot!“ Ich: „Warum? Ich will doch nur den Geschaeftsfuehrer sprechen.“ Er: „Ja, Du hast jetzt Hausverbot, ich bin hier jetzt verantwortlich, wenn Du Dich nicht benehmen kannst, verpiss Dich!“, was ich dann auch tat.
Tja, nun werd ich morgen mal Versuchen, den echten Geschaeftsfuehrer ans Telefon zu bekommen. Sollte das nicht gehen, wende ich mich wohl direkt an die Regionalverwaltung. Und, wie gediente sicherlich wissen, faellt Scheisse immernoch von oben nach unten, und von je weiter oben sie kommt, desto groesser ist auch der Impuls, mit dem sie aufschlaegt.
hand,
jan

